Animationen - Werbewirksame Bewegtbilder

Animationen begeistern, transportieren Emotionen und erzeugen Aufmerksamkeit. Sie beschränken sich nicht mehr nur auf eine kleine Maus, die mit ihren Abenteuern Kinder und Jugendliche begeistert, sondern stellen vielmehr ein wichtiges Medium dar, um Kreativität und visueller Kommunikation Ausdruck zu verleihen. Die Stärke der Animation liegt nicht nur darin, dass sie verschiedenste Gruppen anspricht, sondern die Fantasie von Jung und Alt beflügelt.

Gerade im digitalen Zeitalter gewinnen Animationen und Videos immer mehr an Bedeutung. Durch Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube und Co. erlebt das Bewegtbild einen nie dagewesen Boom, bei welchem mittlerweile nicht mehr nur Profis, sondern auch normale User originelle Videos und Animationen mit wenig Aufwand und Know-how produzieren können. Also der beste Zeitpunkt, um diesem Medium mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Was genau ist eine Animation

Das Wort Animation leitet sich vom lateinischen animare ‚zum Leben erwecken‘ ab. Sequenzen von einzelnen Bildern werden in schneller Abfolge abgespielt, um Bewegung zu simulieren. Damit die Illusion einer fließenden Bewegung entsteht, werden 12-30 Bilder pro Sekunde verwendet. Das sind die sogenannten FPS – Frames per Second. Die Animation so wie wir sie kennen, besitzt bereits eine weitläufige Geschichte, wobei Animationen erst durch die Erfindung des Filmstreifens möglich wurden. Basierend auf dem Daumenkino (um 1600) entstanden weitere technische Weiterentwicklungen wie z.B. das Thaumatrop (Wiliam Henry Filton, um 1825), das Phenakistiskop (Joseph Antoine Ferdinand Plateau und Simon Stampfer, Anfang 1830er Jahre) und das Praxinsokop (Charles-Émile Reynaud, 1877). 
Mit Walt Disneys “Steamboat Willie” begann 1928 das goldene Zeitalter der Animation. Durch die Fortschritte der Computertechnologie stellten in den frühen 1990er-Jahren Filmstudios auf digitale Verfahren um. Mit diesem Schritt hatte das Zeitalter der Computeranimation begonnen, wobei Türen in eine neue Welt geöffnet wurden. 

Wofür wird eine Animation eingesetzt?

Animationen sind nicht mehr nur in der Unterhaltungsindustrie anzutreffen. Mittlerweile finden sich die bewegten Bilder in verschiedenen kreativen, technischen, wissenschaftlichen oder auch medizinischen Branchen wieder. Animationsexperten sind mittlerweile ebenso häufig in Marketing-Teams und Unternehmen zu finden, sowie in großen Filmstudios. Mithilfe von Animationen werden in der Werbebranche komplexe Sachverhalte einfach erklärt, Prozesse dargestellt und mehrere Inhalte komprimiert erzählt. Somit wird nicht mehr nur Geschichten Leben eingehaucht, sondern auch Erzählungen des alltäglichen Lebens. Durch sogenannte Erklärvideos können Abläufe, Produkte oder Anleitungen simpel und/oder spielerisch erklärt werden. So können zum Beispiel Motion Graphics (kleine animierte Grafiken) Webseiten in ansprechende Eyecatcher verwandeln. Auch auf verschiedenen Social-Media-Plattformen erzeugt der Griff zur Animation größere Aufmerksamkeit als der Einsatz von statischen Bildern.

Welche Animationstechniken gibt es? 

Animation ist nicht gleich Animation. Mithilfe von digitalen und analogen Techniken werden Ideen und Konzepte zu Bewegtbildern weiterentwickelt. Die Techniken können allgemein in vier Hauptkategorien gegliedert werden: 

3D-Animation:
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Stop-Motion-Animation:
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Die Möglichkeiten der Animationstechniken enden allerdings nicht bei diesen übergeordneten Kategorien, sondern lassen sich in weitere Methoden wie z.B. Cel- und Folienanimation, Knetanimation, Textanimation, usw. unterteilen. Die Eignung der Techniken variiert je nach Konzept, Zielen und natürlich Unternehmen.

 

Warum Animationen in der Werbung?

Warum also der Griff zu diesem Medium? Ein besonders wichtiger Aspekt ist wohl die erhöhte Aufmerksamkeit der User als auch die Individualität. Sie erzeugen Spannung, fallen in der Masse an Werbemitteln auf und erhöhen im besten Fall die Verweildauer. Auch im Punkt Individualität können Animationen punkten, denn jede Technik besitzt eine eigene Ästhetik. Die Auswahl der Umsetzungsform erfolgt allerdings meistens unter Beachtung kommerzieller Faktoren: Welche Strategie und welche Ziele verfolge ich? Wie groß ist mein Budget? Welcher Stil passt zu dem Unternehmensauftritt? Und dabei handelt es sich nur um einen kleinen Auszug. Der Großteil der Werbeproduktionen setzt auf die Verwendung von 2D- oder 3D-Computeranimationen, wobei besonders industrielle Produktionen auf diese Formen setzen. Ein paar schlagende Argumente, die für die Auswahl der erwähnten Techniken sprechen: Vielseitigkeit, der geringere Aufwand und die kostengünstigere Umsetzung. Zeitintensiver und wesentlich kostenaufwendiger ist zum Beispiel die Technik Stop-Motion. Auf diese Form wird hauptsächlich im künstlerischen Bereich gesetzt, wobei diese Technik auch schon vermehrt in der Werbelandschaft anzutreffen ist.

 

Wie genau entsteht eine Animation? 

Die Herangehensweise für eine gelungene Animation ist meistens von mehreren Variablen wie Animationstechnik, Medium und Konzept abhängig. Wichtig für jede Animation, egal ob digital oder analog, lang oder kurz, ist die Planung, die sogenannte Preproduction. Die Basis für den ersten Schritt bildet die Erstellung eines klaren Konzeptes. Dieser Vorgang beinhaltet das Aufbereiten eines Storyboards, bei welchem die Inhalte in einzelnen Szenen skizzenhaft dargestellt werden, um Ablauf, Timing, Kamera und Perspektive festzulegen. Mithilfe der 12 Prinzipien der Animation wird das Konzept mit verschiedenen Animationsprogrammen zum Leben erweckt. Zusätzlich sorgen die 12 Grundsätze dafür, dass die Animationen realistischer und ansprechender wirken. Obwohl diese Prinzipien schon einige Jahre hinter sich haben, sind sie auch im digitalen Zeitalter ein essenzieller Teil der Ausbildung:  

 

  1. Squash and Stretch (Stauchen und Strecken) 
  2. Antizipation (Erwartungshaltung) 
  3. Staging (Inszenierung) 
  4. Straight-Ahead und Pose-to-Pose (Drauflos und Pose-zu-Pose) 
  5. Follow Through and Overlapping Action (Durchlaufende und überlappende Aktion) 
  6. Ease in, Ease out (Langsam beginnen, langsam enden) 
  7. Arcs (Bogen) 
  8. Secondary Action (Sekundärhandlung) 
  9. Timing (Zeit) 
  10. Exaggeration (Übertreibung) 
  11. Solid Drawing (Solides Zeichnen) 
  12. Appeal (Ausstrahlung)  
     

In der Postproduction werden noch benötigte Effekte hinzugefügt und Korrekturen hinsichtlich der Farbgebung vorgenommen. Um der Animation den letzten Schliff zu verpassen, folgt abschließend noch die Ergänzung durch Ton, Musik und Sound-Effekte.  
Hinweis: Bei manchen Animationen werden Ton und Musik schon vor der Produktion benötigt. 

 

Animationen – ein Medium der Zukunft 

Animationen sind durch die vielfältigen Stile wichtige visuelle Kommunikationsmittel, die nicht nur frischen Wind in den Auftritt von verschiedensten Unternehmen bringen, sondern eine Kunstform darstellen, welche begeistert und berührt. Mit dem Einsatz von Animationen bei Projekten sind zwei Sachen vorprogrammiert: Eine erhöhte Aufmerksamkeit und die Generierung von Reichweite. Zum Abschluss können wir also nur noch sagen: Animationen bewegen uns! Durch die Kombination verschiedener Techniken entstehen auch heute noch neue und spannende Hybridanimationen. Dabei geht es nicht immer darum, die Realität detailgetreu nachzustellen, sondern Welten zu erschaffen, die das Publikum zum Staunen bringen und Horizonte erweitern.
 

Animationen verschiedenster Technik

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Nina
Mayrhofer

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