EU AI Act: Was KI-Transparenz für Marken bedeutet

KI kann Bilder erzeugen, Stimmen generieren und Prozesse optimieren. Was sie einer Marke nicht abnimmt: die Entscheidung, was richtig für sie ist.

MUSS DA JETZT WIRKLICH EIN KI-LABEL DRAUF?

Diese Frage stellte vor Kurzem eine Kundin – und führte uns zu einer grundsätzlicheren Diskussion: Welche Rolle soll KI in der Kommunikation einer Marke spielen?

Die konkreten Regelungen zur Kennzeichnung haben wir bereits zusammengefasst: EU AI Act: Das gilt seit 2.8.2026. Hier geht es um die Frage dahinter.

EU AI WAS?

Als Agentur sehen wir uns in der Verantwortung, Entwicklungen wie den EU AI Act früh einzuordnen und in den Kommunikationsalltag unserer Kund:innen zu übersetzen. Wer mitdenkt, schafft Sicherheit und Vertrauen.

ERST DAS PROBLEM. DANN DAS TOOL.

Bei neuen Technologien ist die Versuchung groß, vom Werkzeug aus zu denken: Was könnten wir mit KI machen? Wir drehen die Reihenfolge lieber um:

  • Was wollen wir erreichen?
  • Wen wollen wir erreichen?
  • Welche Umsetzung passt zur Marke?

Erst dann kommt das Werkzeug. KI ist eine Möglichkeit unter vielen – genau wie Illustration, 3D oder CGI.

BRAND FIT VOR TOOL FIT

Technisch ist heute vieles möglich. Entscheidend ist, was zur Marke passt.

Wenn Natürlichkeit in der DNA einer Lebensmittelmarke steckt, kann ein echtes Foto glaubwürdiger wirken als eine perfekt generierte Landschaft. Für eine andere Marke kann gerade eine künstliche Bildwelt richtig sein.


„Nicht das Label sollte die Gestaltung bestimmen, sondern die Aufgabe.“


 

TRANSPARENZ IM PROZESS

Mit den neuen Transparenzanforderungen muss auch der Produktionsweg mitgedacht werden: Wie entsteht ein Inhalt, wird er von den Kund:innen weiterverarbeitet und bleiben Informationen zum KI-Einsatz dabei erhalten?

Das betrifft Kreation, Media und Budget. Bei Audio kann ein erforderlicher Hinweis etwa direkt auf Dramaturgie und kostbare Sendezeit wirken. Transparenz gehört deshalb früh in den Prozess – sollte aber nicht die Idee diktieren.

BACK TO REALITY?

Parallel zum KI-Trend beobachten wir eine spannende Gegenbewegung: Kampagnen setzen wieder bewusster auf echte Menschen, reale Situationen und unperfekte Momente.

Das heißt aber nicht: echt ist automatisch besser. Und KI automatisch innovativer. Sondern: Am besten ist, was zur Marke passt.

HEUTE NEU, MORGEN STANDARD

Auch unser Zugang zu Kennzeichnungen wird sich entwickeln. Was heute noch neu wirkt, wird bald alltäglicher Teil unserer Mediennutzung sein – ähnlich wie Credits oder Werbekennzeichnungen.

WAS AM ENDE ZÄHLT

Technologien und Werkzeuge entwickeln sich weiter. Der AI Act schafft mehr Transparenz. Unsere Aufgabe bleibt dieselbe. Denn am Ende zählen drei Fragen:

  • Erreicht die Idee ihr Ziel?
  • Passt sie zur Marke?
  • Ist sie glaubwürdig?

Wenn die Antwort dreimal Ja lautet, haben wir unseren Job gemacht. Ganz egal, mit welchen Werkzeugen.

Denn Kommunikation wird nicht bedeutend, weil sie mit der neuesten Technologie produziert wurde. Sie wird bedeutend, wenn Idee, Marke und Umsetzung zusammenpassen.

Wie viel KI verträgt deine Marke?

Let´s talk
Hanna
Walchshofer
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